Schleudersitz statt Lebensretter: Veraltete Kindersitze sind gefährlich

Secondhand-Sitze als Todesfalle – Hohe Strafen für illegalen Verkauf – Experte Peter Jahn von autokindersitz.at: "Nicht bei Sicherheit sparen!"

Seit 1.1.2001 besteht in Österreich ein Feilbietungsverbot für Autokindersitze, die nicht mindestens die Sicherheitsnorm ECE 44 in der Version 03 (ECE 44/03) erfüllen. Soweit die gesetzliche Regelung. Die Praxis sieht aber anders aus: In Fundgruben, auf Flohmärkten und vor allem auf Online-Marktplätzen und via Eltern-Websites wechseln Jahr für Jahr Tausende – zum Teil veraltete – Kindersitze günstig den Besitzer. Ohne Kontrolle der Funktionstüchtigkeit der erworbenen Produkte. Oft auch ohne Bedienungsanleitung – Fehlmontage vorprogrammiert. Dafür mit umso mehr technischen Mängeln.

Einsatz von Secondhand-Sitzen – die Checkliste für Eltern
Wenn ein gebrauchter Sitz zum Einsatz kommt, muss folgendes beachtet werden:

  • ECE-Norm R44/03 oder R44/04: Achten Sie auf das ECE-Prüfzeichen – es muss auf jedem Kindersitz angebracht sein. Die Prüfnummer muss mit 03 oder 04 beginnen. Mit 02 oder gar 01 beginnende Nummern bezeichnen veraltete Sitzmodelle.
  • Gut gebaut und gut beraten: Übernehmen Sie nur Markenprodukte mit verlässlicher Ersatzteilversorgung und Kundenberatung durch den Hersteller.
  • Maximal vier Jahre: Kindersitze für Babys und Kleinkinder sollten bei Übergabe nicht älter als vier Jahre sein.
  • Komplettpaket: Bedienungsanleitung, einwandfreie Funktion aller beweglichen Teile und vollständiges Zubehör sind das A & O. Ist der Sitz nicht komplett oder scheinen Teile nicht zu funktionieren, lieber Hände weg!
  • Vorgeschichte: Von enormem Vorteil ist ein Sitz, über dessen Vorgeschichte man Bescheid weiß und dessen Vorbesitzer man persönlich kennt.
  • Perfekte Passform: Auch der gebrauchte Sitz muss zu Kind und Auto passen – genauso wie ein neuer.

Beachten Síe bitte auch unser Service für alle Webmaster, auf deren Seiten gebrauchte Kindersitze angeboten werden.