Sicherheit beginnt im Kopf

Keine Frage: Kinder brauchen nicht nur hochwertige Kindersitze, sondern auch eine ebenso gute Erziehung in Sachen Sicherheitsbewusstsein. Denn: Sicherheit beginnt im Kopf.

Bewusstsein braucht Vorbilder – und Konsequenz.
Kinder sind der Spiegel ihrer Eltern: Wenn's bei Papa nicht „klick“ macht, wird auch der Junior Protest einlegen. Die Vorbildfunktion der Erwachsenen ist wichtiger Faktor der Sicherheits-erziehung. Beweisen Sie daher auch auf kurzen Fahrten vorbildliche Selbstdisziplin und liebevolles Verantwortungsgefühl: Verzichten Sie niemals auf die Lebensretter Kindersitz und Gurt!

kopf.jpgVon Nestflüchtern und Nervenproben
Manchmal wird für Eltern Sicherheit zum Stress: Wenn die lieben Kleinen zu Nestflüchtern mutieren, wollen Verbote missachtet und Grenzen überschritten werden. Da wird zum Beispiel während der Fahrt der Ausstieg aus dem Kindersitz probiert. Gelingt das Kunststück, ist Ihr Kind mächtig stolz – und Sie sind mächtig sauer. Bleiben Sie ruhig und halten Sie bei der nächsten sicheren Gelegenheit am Straßenrand. Erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie sich Sorgen um seine Sicherheit machen und erst dann weiterfahren können, wenn es wieder angeschnallt ist. Und das Allerwichtigste: Bleiben Sie konsequent.

Konsequenz für wilde Kerle
Aufregende Zeiten macht man auch mit so manchem Schulkind mit: Halbwüchsige wollen naturgemäß schon erwachsen sein – und so manche „wilden Kerle“ geben auf dem Schulhof damit an, keinen „Babysitz“ mehr zu brauchen. Klar, dass auch Ihr Nachwuchs irgendwann und unter verschiedenen Vorwänden – der Sitz ist dann auf einmal so unbequem – nicht mehr auf seinem Hocker sitzen mag.

Bleiben Sie in jedem Fall konsequent. Ihrem heranwachsenden Kind können Sie bereits genau erklären, was bei einem Unfall passiert und wie Kindersitz und Gurt schützen. Erklären Sie ihm auch, dass Fahrer, die Kinder nicht richtig gesichert transportieren, von der Polizei hart bestraft werden. Besprechen Sie dieses Thema auch mit der Klassenlehrerin und mit jenen Eltern, deren Kinder behaupten, ungesichert mitfahren zu dürfen. Fährt Ihr Kind bei Verwandten, Freunden oder beim Sportverein mit, klären Sie bereits vor der Fahrt die korrekte Kindersicherung.

Alternative Abenteuer
Ein Bewusstsein in Sachen Mobilität und Sicherheit zeigt sich bereits bei der Wahl des Verkehrsmittels. Nicht jede Fahrt muss unbedingt mit dem Auto absolviert werden: Spaziergänge bringen Bewegung ins Familienleben – und schonen unsere Umwelt. Per Fahrrad oder Bahn unterwegs zu sein bedeutet für Ihr Kind außerdem neue Erfahrungen und aufregende Abenteuer – und Groß und Klein haben Spaß daran.

Webtipp: www.elternwerkstatt.at